04.06.2016  weitere Neuigkeiten - aber beachtet auch die Links im vorherigen Blog unten

 

Ich hatte eine Vorführung auf dem Lehrbienenstand Haberspoint mit ca 30 anderen Imkerkollegen

 

Ergebnis war negativ: Eine Fehlfunktion des Verdampfers lies soviel Feuchtigkeit in den 2-Zarger einströmen, dass eine Vielzahl der Bienen den Tod fand - die Beutenteile waren auch feucht bis nass - die Wirkung war "mortal" - zum Glück hatte Hans-Hagen die Königin vorher abgefangen und es waren noch viele Flugbienen unterwegs - Hans-Hagen beobachtet nun was mit den Brutwaben geschieht - inwiefern die Brut einen Schaden abbekommen hat. Ich werde weiterhin berichten.

 

Ich pflege Kontakt zu dem Bezirksimkerverein Gaggenau (12 Völker in Behandlung) und ebenso zu dem Ernst-Mach-Gymnasium in München-Haar (1 Volk in Behandlung)

Hier gibt es bisher Positives zu berichten.

Die Völker sind vom derzeitigen Varroenbefall mindestens genauso gut wie die herkömmlich behandelten  -  sogar besser zu bewerten.

Ebenso erhielt ich rückbestätigt, dass die wärmebahndelten Völker sich mindestens genausogut teilweise sogar  besser entwickeln als die Vergleichsvölker

 

Deren Eindrücke / Dateien werde ich hier veröffentlichen sofern ich deren Zustimmung erhalte

 

Ich bitte alle Saunabesitzer mich zu kontaktieren, damit wir uns austauschen können

clausmayr@rocketmail.com

 

Wir sind alle noch Pioniere und sind alle überzeugt von der Wärmebehandlung - voneinander können wir profitieren!

 

**** Neuigkeiten: die ersten 50 Geräte wurden am 11.08.15 verschickt - und ich habe die "meinige" am 13.08. in Empfang genommen ****

 

Die Bienensauna

eine neue Entwicklung zu dem bereits seit 30 Jahren bekannten thermischen Verfahren um die Bienen von der Varroa-Milbe zu befreien.

Man macht sich dabei den Umstand zu Nutze, dass Bienen unbeschadet Temperaturen bis 45° C aushalten, die Eiweiße in den Körperzellen der Varroen jedoch ab 39° C Schaden nehmen und die Varroamilbe getötet wird.

Ich möchte gleich vorab an dieser Stelle auf die Bachelorarbeit von Arne Kablau verweisen (2013) der die Auswirkungen der Hyperthermie auf die Brut, die Fertilität der Drohnen und das Abtöten der Milben bei zunehmender Temperatur  verfasst hat

Auswirkungen der Hyperthermie auf die Drohnenfertilität
von Apis mellifera

Falls der Link nicht funktioniert, hier der link zum hineinkopieren in den Browser: https://app.box.com/s/q7nnwqdsu8q6i0o7ioa9

Und hier noch allgemeines und interessantes zur Entwicklung der Hyperthermie und was es schon dazu gab / gibt von der Redaktion "Die Biene"

http://www.diebiene.de/quellen-zur-hyperthermie-online

 

Ich muss an dieser Stelle noch auf die amtliche Bekanntmachung des Veterinäramtes hinweisen!!!

Bitte lesen Sie die Information !  hier links im Menü zu finden "amtliche Bekanntmachung"

 

Hier nun konkret zur Bienensauna: 

www.wir-retten-bienen.org

 

Richard Rossa (Erfinder) und Florian Deising

 

Richard ist nun nach Jahren der Tüfftlerei mit Hilfe von Florian an die Öffentlichkeit gegangen - eine GmbH gegründet und ein Crowd-funding Projekt ins Leben gerufen um die finanziellen Mittel dafür aus der Bevölkerung zu erhalten.

 

Auch ich (Claus Mayr) habe mich finanziell beteiligt und eine Bienensauna bestellt, die voraussichtlich Juli 2015 geliefert wird.

Am 15.04.2015 konnte ich mich bei einem Vorführungstermin im Ernst-Mach-Gymnasium in Haar persönlich davon überzeugen - An dieser Stelle mein Kompliment an die beiden Lehrer und ihre 40-50 Schüler verteilt in drei Kursen "Imkerei" und die gepflegten Bienenvölker.

 

Ich werde meine Eindrücke und Beschreibung des Gerätes hier noch erläutern - muss diesen Text aber erst noch verständlich zusammenstellen

Vorausschickend kann ich anmerken:

 

Der Versuchsaufbau wurde mit einer 2-zargigen Erlanger Beute gemacht. Zwecks besserer Luftzirkulation wurde aus beiden Zargen der linke und rechte Rahmen entfernt.

nach Aufsetzen der beiden Zargen auf den Bienensaunaboden, wurde dieser verschlossen - ein Ein- und Ausfliegen somit verhindert.

Zu Beginn sassen in dieser Lücke einige Bienen - mit fortschreitender Behandlung und auch gegen Schluss hatten sich dort deutlich mehr (ein vielfaches) an Bienen versammelt - absolut ruhig, teilweise sitzend / teilw. umhergehend, nicht aufgeregt, nicht flügelschlagend!

Ohne Bienenflüsterer zu sein, deute ich das Verhalten in der Art, dass in dieser Lücke doch eigentlich ein etwas stärkerer Luftsrom mit mehr Temperatur vorherrschte als zwischen den Rahmen.

Warum versammeln sich dort immer mehr Bienen und "geniessen" scheinbar diesen warmen Luftstrom?

Doch nur weil sie dies als angenehm empfinden. Oder?

(Anmerkung: wer schon einmal in der Erdinger Therme war und zu einem Aufguss-Termin in einer Sauna einen noch freien Platz zu finden versuchte, wird verstehen was ich meine :-)  )

 

Auch eine probeweise Entnahme der Sauna während der laufenden Behandlung aus dem Boden, zeigte einige tote Varroen und auch Entdeckelungswachs  welche sich auf den Heizplatten befanden.

 

Warum vermehrt Entdeckelungswachs? Die Bienen brauchen Ihrer Brutpflege und anderen Aufgaben nicht mehr in dem Umfang nachzukommen und fressen sich erst mal "den Ranzen" in dieser Pause an.

 

Es funktioniert - die Bienen sind ruhig !

 

Aufgrund der langen Heizphase bin ich mir (fast) sicher, dass das Gerät den Bienenstock durchgängig auf Temperatur bringt und der dauerhafte Behandlungserfolg nicht ausbleiben wird. Sobald ich das Gerät habe, werde ich mittig im Brutnest Temperaturmessungen vornehmen um einen Rückschluss auf die Erwärmung der Brut zu erhalten.

 

Das wäre dann die Möglichkeit für uns Imker, auf jegliche Säurebehandlung gegen die Varroen zu verzichten!

UND!!!

Wir könnten auch während der Honiggewinnungsphase eingreifen und Varroen dezimieren ohne auf das Honigtrachtende zu warten um dann gegen ein Übermass an Varroen mit Säuren anzukämpfen!!!  ein sehr wichtiger Aspekt!!!

Aber solange diese Methode nicht amtlich anerkannt wird, sind wir weiterhin verpflichtet auf Säuren und anderes zurückzugreifen.


Ich bin beim Feldversuch mit dabei - auch wenn dies einen hohen Dokumentationsaufwand bedeutet und  Zeitaufwand alle zwei Tage über mehrere Wochen