Mai, Juni und Juli sind die Monate der Schwarmzeit !

 

Sollte sich in Ihrem Umfeld ein Bienenschwarm niederlassen, so können Sie entweder bei der Feuerwehr anrufen oder einen Imker aus Ihrer nächsten Umgebung - gerne natürlich auch einen der hier aufgeführten Imker.

Bitte geben Sie dabei auch unbedingt die Höhe und Lage der Schwarmtraube an und wann sich der Schwarm niedergelassen hat.

 

Ein Bieneschwarm ist nichts unnatürliches - jedes Volk will sich einmal im Jahr teilen - das ist ein natürlicher Vermehrungstrieb.

Normalerweise sind die Bienen eines Schwarms ungefährlich. Sie sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und haben Ihren Bauch voll mit Honigvorrat. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass Sie:

Türen und Fenster geschlossen halten - auch das Garagentor (es wäre schlecht wenn sich der Schwarm dort niederlassen würde)

Kinder sollten sich nicht annähern

Offene Haare zusammenbinden und/oder eine Kopfbedeckung tragen

(Bienen die sich in Haaren verfangen fühlen sich angegriffen und können stechen)

 

Die Schwarmtraube zieht in der Regel im Laufe des Tages weiter - oder aber die Bienen sehen diesen Standort schon als "würdig" an. 

Die Feuerwehr oder der Imker wird diesen Schwarm in einen Behälter stossen und diesen unter Umständen erst bei Anbruch der Dunkelheit abholen oder erst am Abend des darauffolgenden Tages.

Sollte der Behälter gleich entfernt werden, so werden sich danach und auch in den nächsten Tagen an diesem Ort immer noch Bienen aufhalten. Diese "aufgeflogenen" Bienen und auch "Späherbienen", die nicht eingesammelt wurden, versammeln sich weiterhin an dem Fundort bis sie nach 1-2 Wochen gestorben sind.

 

Für einen Imker bedarf es in den ersten Wochen nach dem Fang und Einzug der Bienen in eine Beute einer gewissen Aufmerksamkeit für diesen Schwarm. Je nachdem ob eine begattete "Alt-Königinnen" sich im Schwarm  befindet oder es sich um eine unbegattete Jungkönigin handelt sind Vorkehrungen zu treffen damit sich der Schwarm nicht nur häuslich fühlt sondern sich auch entwickelt.

Aufgrund des Bienensterbens ist ein Imker froh um solche zusätzlichen Schwärme die - bei guter Pflege - sich im darauffolgenden Jahr zu einem starken Wirtschaftsvolk entwickeln können und somit ein Übervorrat an Honig von dem Imker entnommen werden kann.

 

09.Mai 2016 Ich habe wohl nicht aufgepasst und ein Volk hat sich neue Königinnen nachgezogen - auf den Bildern sieht man wie das Volk schwärmt und die Luft voll mit Bienen ist. Anschliessend setzen sich die Bienen auf einen Ast eines Apfelbaumes. Die Bienen sammeln sich und bilden eine Traube. Ich hatte eine leere Beute geholt, eine Ausziehleiter, Säge und Wassersprüher. Leider hatte ich nur als Auffangkorb einen Einkaufskarton. Man sprüht zuerst die Traube mit Wasser ein. Dann versucht man mit einem kräftigen Stoss die Bienen in den Karton herab zu stossen. In diesem Fall war die Traube über 3 Äste verteilt. Ein erstes Herabstossen brachte nicht alle Bienen herunter - ich musste einen Ast absägen. Dann die Bienen aus dem Karton in die Beute gestossen in die ich vorher Rahmen mit Mittelwänden und einen Honigrahmen gehängt hatte. Das Volk blieb drin und ich konnte abends die Beute endgültig verschliessen. Geschätzt ca. 25.000 Bienen